Melanie Müller

Online Firmenprofile: Diese 3 Netzwerke sind für KMUs relevant

Rund 800’000 Schweizer nutzen Xing mit einem persönlichen Profil – und du gehörst mit grosser Wahrscheinlichkeit auch dazu. Inzwischen werden Business-Plattformen wie das Deutsche XING oder der US-Mitbewerber LinkedIn rege zur Vernetzung im Berufsumfeld genutzt. Inhaber, Führungskräfte und Mitarbeitende präsentieren sich mit Bild, Funktion, Lebenslauf und Interessen.


Unsichtbar ohne Firmenprofil
Doch nicht nur für Einzelpersonen können die Netzwerke hilfreich sein, auch für Unternehmen in der Schweiz ist es interessant, ein Firmenprofil zu führen. Drei relevante Plattformen, die dabei nicht ungenutzt bleiben dürfen sind Xing, LinkedIn und Google MyBusiness.

Letzteres ist kostenlos und auch Xing und LinkedIn sind in einer Basis-Version umsonst. Kostenpflichtige, professionelle Erweiterungen machen erst dann Sinn, wenn du die Profile regelmässig nutzt. Mit einem kostenpflichtigen Upgrade kannst du dann beispielsweise Mitarbeiterbewertungen in dein Firmenprofil einbinden oder erweiterte Reportings und Statistiken einsehen.

Nutze die Netzwerke entweder um noch besser im Web gefunden zu werden, oder um deine Firmenneuigkeiten oder Stellenagebote zu verbreiten. Xing und LinkedIn bieten dir die Möglichkeit, dein Unternehmen der Öffentlichkeit zu präsentieren und mit Kunden, potenziellen Mitarbeitenden, Partnern oder anderen Firmen in den Dialog zu treten.

Erfahre hier, welche Möglichkeiten dir diese 3 Netzwerke bieten und wie du ein Profil für dein Unternehmen eröffnest.

Das (bis jetzt noch) Verbreitetste: Xing
Das kostenlose Firmenprofil auf Xing umfasst die relevanten Informationen über dein Unternehmen auf einen Blick. Nachdem du das Profil mit Hilfe deines persönlichen Xing-Accounts eröffnet hast, kannst du das Firmenlogo und -portrait veröffentlichen. Fordere  anschliessend deine Mitarbeitenden dazu auf, das offizielle Firmenprofil mit ihrem persönlichen Xing-Profil zu verbinden – somit wird automatisch eine Mitarbeiterliste generiert und ein Netzwerkt entsteht.

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Du hast jetzt die Möglichkeit, Stellenangebote via Xing zu teilen und Unternehmens-Neuigkeiten zu schreiben. So kannst du beispielsweise Expertenartikel, Berichte über dein Unternehmen oder Produktneuheiten veröffentlichen. Präsentiere dich optimal als Arbeitgeber, indem du auf deinem Firmenprofil aufzeigst, was dein Unternehmen ausmacht.

Wenn du dein Profil noch aktiver nutzen, Arbeitgeberbewertungen einfliessen lassen wollen oder sogar Werbung schalten möchtest, kannst du dein Gratis-Profil zum Premium-Profil upgraden.

Details zum Xing-Unternehmensprofil und Upgrade-Möglichkeiten findest du hier


Auf dem Vormarsch: LinkedIn
In der Schweiz, Österreich und Deutschland zählt LinkedIn über 7 Millionen Nutzer. Das Netzwerk ist zwar noch etwas im Hintertreffen – Xing weist aktuell über 11 Millionen Mitglieder aus – dennoch deutet der Trend darauf hin, dass sich LinkedIn in den nächsten Jahren durchsetzen wird.

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Gerade wenn dein Unternehmen international agiert, lohnt es sich, LinkedIn zu nutzen. Um ein Firmenprofil anlegen zu können, benötigst du lediglich einen privaten LinkedIn-Account.

Eröffne die Firmenseite, ergänze Kontaktangaben und Firmeninformationen wie ein kurzes Portrait und das Gründungsjahr. Anschliessend kannst du bereits loslegen und Neuigkeiten deines KMUs via Firmenprofil teilen. Vernetze dein Unternehmen mit Tochter- oder Partnerfirmen und fordere deine Mitarbeitenden dazu auf, sich ebenfalls mit deinem Arbeitgeber-Profil zu verbinden. So entsteht ein attraktives Netzwerk an Multiplikatoren. Wenn du LinkedIn vermehrt für Recruiting nutzen möchtest, bietet das Portal dafür extra eine kostenpflichtige Karriere-Seiten-Erweiterung an. Abgesehen davon kannst du LinkedIn auch für dein Unternehmen kostenlos nutzen. 


Eine detaillierte Anleitung, wie du ein Firmenprofil auf LinkedIn anlegst, findest du hier.


Die Basis: Google MyBusiness
Du kennst das bestimmt: Verkäufer von Online-Adressverzeichnissen rufen dich an und bieten dir kostenpflichtige Firmeneinträge an. Unser Rat ist, davon abzusehen und stattdessen das Firmenprofil von Google zu nutzen. Denn Google ist mit knapp 94% Marktanteil die in der Schweiz mit Abstand am meisten genutzte Suchmaschine.

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Wird nach deinem Unternehmen gesucht, tauchst du direkt zuoberst in den Suchergebnissen auf, wenn du denn ein Profil angelegt hast. Vorsicht: wenn du noch kein MyBusiness-Profil besitzt kann es sein, dass Google bereits eines automatisch generiert hat. Prüfe in diesem Fall die Inhalte, fordere das Zugriffsrecht auf das Profil an und passe es an.

Neben der besseren Auffindbarkeit deiner Kontaktangaben, Öffnungszeiten und allfälligen Bewertungen, zahlt der MyBusiness-Eintrag auch ins Google-Ranking deiner Unternehmenswebsite ein. Das Profil ist folglich aus mehreren Gründen absolut empfehlenswert.

Detaillierte Informationen, wie du ein Google MyBusiness-Profil einrichtest, findest du hier.


Fazit
Nutze diese drei kostenlosen Gelegenheiten, um dein Unternehmen optimal zu präsentieren. Das Anlegen der Profile nimmt zwar zu Beginn einige Stunden in Anspruch, anschliessend kannst du die Profile im Rahmen der individuell verfügbaren Ressourcen bewirtschaften. Google MyBusiness beansprucht nach dem Initialaufwand kaum weitere Aufmerksamkeit. Einzig allfällige Bewertungen sollten gelesen und berücksichtigt werden.

Ein attraktives Profil auf Xing und Linkedin zeichnet sich jedoch nicht nur durch deren Existenz aus und erfordert bestenfalls regelmässige Aktualisierungen. Je mehr Inhalte wie Stellenangebote oder News du verbreitest, desto sichtbarer wird dein Unternehmen.

Viel Erfolg beim Vernetzen!